Mehr Hirn im Coaching - V-P-T Verband

Mehr Hirn im Coaching

Wie Erkenntnisse der Hirnforschung im Coaching genutzt werden können

Sind sie heute noch der- oder dieselbe, die sie vor 20 Jahren waren?

Bis zur Jahrtausenderwende hätte die Wissenschaft gesagt, dass im Alter von 25 die Persönlichkeit des Menschen etabliert ist, da die die Entwicklung des Gehirns dann abgeschlossen ist – und damit die Frage mit einem wissenschaftlichen „JA“ beantwortet.

Aber jeder, der intensiv mit Menschen arbeitet und sich selbst immer wieder reflektiert, wird diese Antwort hinterfragen. Denn mit jeder wichtigen Lebenserfahrung ändert sich auch unsere Sicht auf die Welt. Unsere Persönlichkeit „reift“ das ganze Leben lang.

Aber was genau reift denn da? Und wie kann man es beeinflussen? Vielleicht sogar steuern?

Dazu lohnt sich ein Blick in die Entwicklung des Hirns und dessen Denkprozesse. Als einziges Körperorgan ist das Gehirn erst rudimentär entwickelt bei der Geburt des Menschen und braucht ein Vierteljahrhundert bis zur vollständigen Reife. Während der Zeit entwickelt sich Schritt um Schritt die grundlegende Persönlichkeit des Menschen – die aber nie abgeschlossen ist.

Das Zauberwort heisst Neuroplastizität, die lebenslange Wandlungsfähigkeit des Gehirns. Es werden permanent neue Hirnzellen produziert, neuronale Verbindungen angelegt und gelerntes auf Dauer automatisiert. Als Coaches machen wir uns dieses Phänomen zunutze, haben damit aber auch eine grosse Verantwortung. Als Mensch können wir es bewusst beeinflussen. Zum Beispiel werden beim Lernen von etwas Neuem neue Nervenbahnen gebildet. Ebenso fördert aerobe Bewegung wie Schwimmen oder Joggen die Produktion neuer Hirnzellen, und Wiederholungen von etwas bekanntem erzeugt bis zu 100mal schnellere Nervenzellenverbindungen.

Im Coaching arbeitet der Kunde über Selbstreflektion in einem vergleichsweise langsamen Denkprozess. Dabei legt sein Hirn neue Hirnstrukturen an. Er konstruiert sich dabei nicht nur ein neues Selbstbild, sondern entwickelt seine Persönlichkeit weiter. Je nachdem wie „hirngerecht“ der Coach die Begleitung führt, kann ein Konstruktionsprozess beim Kunden stattfinden, der über Zeit belastbare und dauerhaft stabile Strukturen generiert. AHA-Momente beim Kunden, der Einbezug von Emotionen, sowie die Nutzung möglichst vieler Sinne verstärken dabei diese Entwicklung. Eine Steuerung ist also durchaus möglich.

Grundsätzliches Wissen über das Hirn und körperübergreifende Denkprozesse sind dabei wichtiges Marschgepäck für den Coach, um den Coachingprozess effektiv im Sinne des Kunden zu gestalten.

Vorschau Fachimpuls mit Christine Lang

Du bist interessiert? Na, dann nix wie los. Du bist nur wenige klicke entfernt. Wir freuen uns auf dich am 10. November 2021 in Zürich (V-P-T Geschäftsstelle) oder Online begrüssen zu dürfen.

  • Christine Lang
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