Coaching oder Kurzzeittherapie - V-P-T Verband
Fachverband Coaching

Coaching oder Kurzzeittherapie

Unser schnellebiger Alltag, Leistungsdruck im Berufsleben und Krisen in Beziehungen haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass psychische Belastungen, Angststörungen, Panikattacken und soziale Isolation gestiegen sind. So melden die Krankenkassen Verbände einen steigenden Anstieg des Bedarfs an Psychotherapie.

Viele Menschen wünschen sich professionellen Rat. Insbesondere wenn die Situation sehr belastend ist, kann es hilfreich sein, die eigene Wahrnehmung mit einer neutralen Person zu analysieren und konkrete Handlungsschritte abzuleiten. Solche Unterstützung erhält man unter anderem von einem Coach bzw. in einem Coaching.

Daneben gibt es Therapeut:innen die im Rahmen von kürzer angelegten Therapien bei der Bewältigung von akuten Belastungssituationen helfen. Ob diese Form der Unterstützung für den Einzelfall das Mittel der Wahl ist, ist jedoch allgemein schwer zu beurteilen, da die Grenzen zwischen Therapie und coachenden Beratungsangeboten fliessend sind. Deswegen lohnt es sich, sich mit den beiden Angebotsformen zu beschäftigen, um sich für die richtige Anlaufstelle zu wenden, wenn man Unterstützung bei der Gestaltung des eigenen Lebens sucht. In unserem Verband finden Sie sowohl Therapeuten für die Kurzzeittherapie als auch begleitende professionelle Coaches für ein professionelles Coaching.

Was versteht man unter Kurzzeittherapie?

Diese psychologische Intervention stellt im Wesentlichen eine Form der Akutbehandlung dar, welche bei aktuellen Krisen helfen sollen und mit dieser einhergehende Leiden schnell verringern sollen. Anwendungsfälle sind zum Beispiel Ängste und Phobien. Üblicherweise beträgt die Behandlung solche Probleme zwischen 3 und 15 Therapieeinheiten. Merkmal eines guten Therapeuten oder Therapeutin ist, dass sie gemeinsam mit der betroffenen Person ein konkretes Ziel für die Behandlung festlegt.

Psychologische Therapeuten können auf unterschiedliche Ansätze und Methoden zurückgreifen. So haben sich beispielsweise die Hypnosetherapie als ursachenorientierte Intervention und tiefenpsychologische Behandlungen, welche sich auf unbewusste Konflikte konzentriert als Strategien der Behandlung etabliert. Studien zeigen jedoch, dass vor Allem die Beziehung (Rapport) zur Therapeu:tin ausschlaggebend für den Erfolg ist und es weniger auf die konkreten Methoden ankommt.

Was versteht man unter Coaching?

Coaching dagegen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Unterstützungsmethoden, die bei der Beratung zu persönlichen Herausforderungen und Anliegen angewendet werden. Der Begriff Coach ist dementsprechend nicht geschützt. Es gibt jedoch zertifizierte Ausbildungen, welche zur Qualitätssicherung der beratenden Tätigkeiten absolviert werden können. So lassen sich beispielsweise systemische Methoden erlenen, welche den Betroffenen in Zusammenhang mit seinem Umfeld sehen. Persönliche Beratungen können zu unterschiedlichen Themen, wie beispielsweise Beziehungsproblemen oder Karriere-Fragen, durchgeführt werden.

Unabhängig davon welche Methode oder welches Thema bearbeitet wird, ist die Förderung der Selbstreflexion zentral im Coaching Prozess. Betroffene Personen lernen sich und ihre Handlungen besser zu verstehen und konkrete Pläne auf der Grundlage ihrer Ziele umzusetzen. Dabei geht es darum das Selbstbewusstsein des Ratsuchenden zu stärken und durch ressourcenorientierte Ansätze das Selbstvertrauen und den Selbstwert zu fördern. Dadurch werden Zweifel reduziert und man lässt man sich schwerer von seinen Zielen abbringen.

Coaching ist insbesondere im Bereich des Sports schon länger etabliert. Ein guter Coach begleitet, motiviert und unterstützt oftmals auch ganze Mannschaften in diversen Bereichen des Sports.

Wie lange und in welcher Form die coachende Beratung oder Begleitung durchgeführt wird ist nicht festgelegt, da sich dies vielmehr am Bedarf im konkreten Fall entscheidet. Möchte man ein längeres Projekt angehen oder sehr stark an seiner Persönlichkeit arbeiten, kann ein längerfristiges Coaching absolviert werden. Hier wird der Coach zu einem mittel- bis langfristigen Begleiter. Wie auch bei therapeutischen Methoden ist eine gute Beziehung zur beratenden Person wichtig für ein erfolgreiches Coaching. Denn eine Vertrauensbeziehung ist die Grundlage dafür, dass tatsächliche Herausforderungen angegangen werden.

Unterschiede zwischen Kurzzeittherapie und Coaching

Ein grundlegender Unterschied zwischen therapeutischen Interventionen und coachenden Interventionen ist, dass sich Letztere ausschliesslich an psychisch gesunde Personen richten. In diesem Sinne geht es nicht um die Behandlung von psychischen Problemen, wie Sucht oder Depressionen, zu deren Bearbeitung Fachwissen im Bereich der klinischen Psychologie notwendig sind. Vielmehr geht es um mentale Herausforderungen und gewünschte Veränderungen in privaten oder beruflichen Situationen, die angegangen werden können und sich eher auf konkrete Lebensziele beziehen.

Im Gegensatz dazu zielen Psychotherapien darauf ab, die Funktionsfähigkeit des Alltags bei hilfesuchenden Personen wiederherzustellen. Hier ist meistens die Fähigkeit des Selbstmanagements erheblich beeinträchtigt. Die Selbstorganisation muss funktionieren und die Klient:in psychisch stabil sein, damit ein Coach auch Verantwortung für die Begleitung übernehmen kann. Ansonsten setzen der Coach den Klienten einem Risiko aus, das ethisch nicht vertretbar ist.

Kurzzeittherapie oder Coaching?

Natürlich haben beide Angebote der Unterstützung Schnittmengen, da sie sich beide mit dem Aufbau von psychischen Ressourcen auseinandersetzten und so zur Steigerung des Glücks und Wohlbefindens beitragen. Jedoch können beide Ansätze einander nicht ersetzen. Geht es um persönliches Wachstum und Persönlichkeitsentwicklung ist das Coaching das Mittel der Wahl. Liegt dagegen ein psychisches Leiden oder gar eine Erkrankung vor, sollte eine ausgebildete Fachperson aus den Bereichen NLP oder Hypnosetherapie aufgesucht werden. Fachpersonen aus diesem Bereich finden Sie in unserem Dachverband. Diese Fachpersonen unterstützten bei der Stabilisierung und dem Aufbau einer funktionierenden Lebensführung.

Sie sind sich nicht sicher, wie man Sie am besten bei Ihren beruflichen oder persönlichen Anliegen unterstützen kann? Das ist kein Problem, schliesslich können coachende und therapeutische Formen der Unterstützung ineinander über gehen. Wichtig ist nur, dass Sie den Mut haben, sich Unterstützung zu suchen, wenn Sie in ihrem Leben nicht vorankommen. Deshalb geben wir gerne Auskunft bei Fragen zu den verschiedenen Beratungsangeboten. Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular oder direkt einen unserer Coaches und Therapeuten.

Quellen:
– Lippmann, E., 2013. Coaching Angewandte Psychologie für die Beratungspraxis. Springer-Verlag 3. Aufl.

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