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Schon in der Einstiegsrunde wurde deutlich, wie sehr das Thema „Raum halten“ die Teilnehmenden bewegte. Karin Bohnhoff führte Schritt für Schritt in das sogenannte Raumsystem ein – ein Kernelement ihrer Arbeit. Sie zeigte eindrucksvoll, wie wichtig innere Räume sind und wie wir mit äusseren Räumen in Resonanz gehen. Ein Impuls, der für viele Aha-Momente sorgte: Alles, was uns länger als zehn Sekunden beschäftigt, hat etwas mit uns selbst zu tun.
Mit berührenden Beispielen machte Karin deutlich, dass Achtsamkeit vor allem bedeutet, zu beobachten, ohne zu werten oder zu verändern. Das Bild des Papierherzens, das mit jedem verletzenden Wort einen Knick erhält, veranschaulichte die Kraft der Sprache und die Bedeutung eines achtsamen Umgangs – auch im eigenen inneren Dialog.
Ein weiteres zentrales Thema des Abends war die Präsenz. Karin erklärte, warum sie die Basis jeder achtsamen Haltung ist und wie sie sich trainieren lässt: Anstatt automatisch zu reagieren, geht es darum, den Raum zwischen Reiz und Reaktion bewusst wahrzunehmen und erst dann zu handeln. Auch rückblickend lässt sich dieser Prozess üben, indem wir vergangene Situationen reflektieren und alternative Reaktionsmöglichkeiten entdecken.
Damit Präsenz gelingen kann, braucht es Selbstliebe. Karin sprach von drei „Selbstliebemuskeln“, die täglich trainiert werden sollten:
Sind diese gestärkt, genügt ein Augenblick, um den eigenen Zustand positiv zu verändern und achtsamer zu sein.
In einer praktischen Übung erfuhren die Teilnehmenden, wie es sich anfühlt, den eigenen Raum zu halten oder zu verlieren. Ob über innere Bilder oder das Raumsystem: Jeder fand einen Zugang zu Nähe, Distanz und Präsenz in der Begegnung. Zudem wurde deutlich, wie eine klare innere Haltung hilft, Klient:innen wirklich zu begleiten.
Es war ein Abend voller Impulse, der Achtsamkeit nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht hat.

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